FONTANA-EOD Projektsteuerung

Der richtige Einstieg für Ihr Projekt

Wählen Sie Ihren Einstieg: Verdacht prüfen, Verfahren einordnen, Projektart oder Region öffnen, Nachweise klären oder direkt Kontakt aufnehmen.

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Zwei Personen mit Messwagen auf einer Straßenbaustelle neben einer bestehenden Fahrbahn.

Kampfmittelprüfung für Bauwerksgründungen im Tiefbau

Für Bauherren, Gründungsplanung und Spezialtiefbau müssen Pfähle, Bohrungen und andere Gründungselemente auf die vorhandene Verdachtslage bezogen werden. FONTANA-EOD plant geeignete Untersuchungen nach Lage, Tiefe, Querschnitt, Neigung und Herstellverfahren. Senden Sie Gründungsplan, Punktliste, Arbeitsplattform und Herstellungstermine, damit Leistungen und Nachweise vor den jeweiligen Bodenarbeiten festgelegt werden können.

Punkte zuordnen

Koordinaten den Bauteilen zuordnen.

Tiefe abbilden

Bohr- und Einbringraum erfassen.

Ausführung belegen

Prüfstatus je Gründung führen.

Prüfbedarf Bauwerksgründung

Den Untersuchungsbedarf vor der Gründung klären

Vor Gründungsarbeiten wird anhand vorhandener Verdachtshinweise geklärt, welche Kampfmitteluntersuchungen die geplanten Pfähle, Bohrungen, Anker und Fundamente benötigen. Punktlage, Durchmesser, Neigung, Solltiefe und Herstellverfahren bestimmen den zu betrachtenden Arbeitsraum. Frühere Untersuchungen können nur weiterverwendet werden, soweit ihre dokumentierte Abdeckung zu diesem Eingriff passt. Bei geänderter Lage, Tiefe oder Bauweise wird geprüft, ob ergänzende Untersuchungen erforderlich sind.

Gründungsarten und Eingriffe

Welche Gründungselemente eine eigene Prüfgeometrie benötigen

Gründungselemente unterscheiden sich bei Querschnitt, Tiefe, Neigung, Energieeintrag und Herstellweg. Die Kampfmittelprüfung wird deshalb auf den tatsächlichen Untergrundkorridor jedes Elements abgestimmt.

Person neben einem Messgerät auf einem Baufeld; dahinter steht ein Radbagger mit Bohrgerät.

Bohrpfähle und Großbohrpfähle

Bohrdurchmesser, Solltiefe, Verrohrung, Bohrverfahren und mögliche Stützflüssigkeit bestimmen die technische Arbeitsgeometrie.

Bohransatz, Pfahlachse und Untersuchungspunkte verwenden denselben Vermessungsbezug. Änderungen an Durchmesser oder Tiefe werden vor Ausführung nachgeführt.

Wird eine ergänzende Tiefenprüfung benötigt, wird geprüft, ob mehrere Messlinien oder Bohrlöcher erforderlich sind, um den gesamten Querschnitt fachlich abzudecken.

Bohrpfähle und Tiefe prüfen
Person neben einem Messgerät auf einem Baufeld; dahinter steht ein Radbagger mit Bohrgerät.

Rammpfähle und Verdrängungspfähle

Ramm- und Vibrationsverfahren tragen erhebliche Energie in den Untergrund ein. Pfahlquerschnitt, Einbindetiefe und Einbringweg bilden daher die Grundlage der Tiefenprüfung.

Eine Flächenmessung deckt den Pfahl nur ab, wenn die dokumentierte Untersuchung seine erforderliche Lage und Tiefe tatsächlich erfasst.

Der tatsächliche Pfahlweg einschließlich Verdrängungszone und möglicher Vorbohrung wird als zusammenhängender Arbeitsraum behandelt.

Ramm- und Verdrängungspunkte prüfen
Messwagen auf einer unbebauten Baustellenfläche mit Erdhaufen und Baumreihe im Hintergrund.

Mikropfähle und Verpresspfähle

Kleine Durchmesser können große Längen, Schrägstellungen und Bohrungen in engen Bestandsbereichen aufweisen.

Ansatzpunkt, Neigung, Bohrlänge und Zielbereich werden dreidimensional betrachtet; Bestandsbauwerke und Leitungen beeinflussen die mögliche Sondier- und Bohrgeometrie.

Bei Bestandsgründungen wird zwischen vorhandenen Pfählen, geplanten Ergänzungen und rückzubauenden Elementen eindeutig unterschieden.

Mikropfahlgeometrie einreichen
Person mit Tablet am Rand einer abgesperrten Baugrube, dahinter ein Bagger.

Flach- und Einzelfundamente

Fundamentsohle, Aushubbreite, Frostschürzen, Köcher und Arbeitsraum bestimmen die oberflächennahe Prüfzone.

Bei größeren Tiefen, Pfahlkopfbalken oder zusätzlichen Ankern wird geprüft, ob die vorhandene Untersuchung ausreicht und welches ergänzende Verfahren gegebenenfalls geeignet ist.

Der Aushub für Pfahlkopfbalken oder Fundamentplatten wird als eigene oberflächennahe Aufgabe zusätzlich zur Tiefenprüfung geführt.

Fundamentaushub abstimmen
Person neben einem Messgerät auf einem Baufeld; dahinter steht ein Radbagger mit Bohrgerät.

Spundwände, Verbau und Anker

Verbauachsen und Anker gehören häufig funktional zur Gründung oder Baugrubensicherung. Sie greifen linear oder schräg in Bereiche ein, die außerhalb der eigentlichen Fundamentfläche liegen.

Achse, Einbindetiefe, Ankerneigung und Herstellverfahren werden deshalb eigenständig geplant.

Übergänge zwischen Verbau, Gründung und Baugrubensohle erhalten einen gemeinsamen Lagebezug, damit keine Schnittstellenlücke verbleibt.

Verbau- und Ankerbereiche prüfen
Zwei Personen besprechen Pläne an einem Tisch neben einem Fahrzeug auf einem Baufeld.

Brunnen-, Senkkasten- und Sondergründungen

Großflächige oder abschnittsweise abgesenkte Gründungskörper erzeugen wechselnde Tiefen- und Aushubräume.

Für die einzelnen Herstellschritte werden geeignete Vor- und Tiefenuntersuchungen geplant. Eine baubegleitende Kampfmittelsondierung kommt nur infrage, wenn sie für den vorgesehenen Aushub fachlich geeignet ist.

Sondergründungen werden nach ihren einzelnen Herstellschritten gegliedert, wenn Absenken, Aushub oder Verpressung unterschiedliche Untergrundräume beanspruchen.

Sondergründung fachlich gliedern
Entscheidungen vor der Gründung

Welche Grundlagen vor Entwurf, Vergabe und Herstellung benötigt werden

Je genauer die Gründungsplanung, desto belastbarer lassen sich Prüfgeometrie, Aufwand und Nachweis festlegen. Unklare Punktlisten und Verfahrensänderungen werden vor der Untersuchung abgeglichen, damit Umfang und mögliche Ergänzungen feststehen.

Baugrund- und Vorplanung

In der frühen Phase werden Bauwerkslage, mögliche Gründungssysteme, historische Verdachtsbereiche und verfügbare Arbeitsflächen zusammengeführt.

Die Bewertung zeigt, welche Varianten zusätzlichen Kampfmittelprüfbedarf oder besondere Bauzustände auslösen.

Die Vorplanung bewertet, ob eine alternative Bauwerkslage oder Gründungsart den Umfang tiefer Kampfmittelprüfungen wesentlich verändert.

Bauwerksstandort historisch bewerten

Festlegung des Gründungssystems

Pfahltyp, Durchmesser, Raster, Solltiefe, Neigung und Herstellverfahren werden verbindlich beschrieben.

Diese Daten definieren, welche Punkte, Achsen und Tiefen technisch geprüft werden müssen.

Vor der Festlegung werden auch Probepfähle, statische Probebelastungen und Baugrundaufschlüsse als mögliche Eingriffe erfasst.

Gründungsprüfung dimensionieren

Ausführungs- und Werkplanung

Punktnummern, Koordinaten, Pfahlkopfhöhen, Bohransätze, Verrohrung und mögliche Zusatzbohrungen werden auf Plausibilität geprüft.

Unterschiedliche Planlisten werden vor Mobilisierung auf einen gemeinsamen Stand gebracht.

Punktlisten aus Tragwerksplanung, Vermessung und Spezialtiefbau werden vor der Ausschreibung auf identische Kennungen geprüft.

Ausführungsunterlagen prüfen lassen

Ausschreibung und Vergabe

Leistungsmenge, Prüftiefe, Bohrlochherstellung, Vermessung, Datenformat, Qualitätskontrolle und Bericht werden eindeutig festgelegt.

Alternative Gründungsverfahren erhalten eine Regel, wann die Kampfmittelprüfung angepasst werden muss.

Das Leistungsverzeichnis legt fest, wie mit nicht bohrbaren Punkten, verkürzten Messstrecken und auffälligen Signalen umzugehen ist.

Vergabegrundlage vorbereiten

Baustelleneinrichtung und Vorarbeiten

Zufahrt, Gerätestandplatz, Leitungen, Bestandsfundamente, Bohrbarkeit, Wasserhaltung und Arbeitsschutz werden mit der Prüfplanung abgestimmt.

Nicht erreichbare Punkte werden früh erkannt und einer technischen Alternative oder späteren Bauphase zugeordnet.

Vor Mobilisierung werden Gerätestandflächen, Arbeitsplattform, Bohrreihenfolge und verfügbare Arbeitsbreite abgestimmt. Notwendige Untersuchungen und Schutzmaßnahmen werden bereits vor Bodeneingriffen bei deren Herstellung sowie bei Rodung, Rückbau oder Aufbruch eingeplant.

Einsatzbedingungen abstimmen

Änderungen während der Herstellung

Punktverschiebungen, Nachgründungen, größere Tiefen oder geänderte Pfahltypen werden vor dem Eingriff gegen den bestehenden Nachweis geprüft.

Die Bauleitung erhält einen klaren Status, welche Elemente weiterhin abgedeckt und welche neu zu bearbeiten sind.

Nachtrags- oder Ersatzpfähle erhalten eine neue fachliche Statusprüfung, auch wenn sie unmittelbar neben einem bereits bearbeiteten Punkt liegen.

Gründungsänderungen nachführen
Vom Verdacht zur Gründungsentscheidung

Das Verfahren für die einzelnen Gründungspunkte auswählen

Welche Untersuchung folgt, hängt vom geplanten Gründungsraum und den bereits vorhandenen Erkenntnissen ab. Historische Verdachtsbewertung, technische Sondierung und tatsächlicher Befund bleiben klar getrennt.

Verdachtslage noch nicht belastbar eingegrenzt

Historische Quellen werden auf Bauwerksstandort, Gründungsraster und Baustelleneinrichtungsflächen bezogen.

Das Ergebnis beschreibt Verdachtsbereiche, Datenlücken und den technischen Untersuchungsbedarf.

Der historische Untersuchungsraum umfasst neben dem Bauwerksgrundriss auch Pfahlgruppen, Baugrubenrand und notwendige Arbeitsflächen.

Freie Fläche mit oberflächennahen Arbeiten

Zugängliche Bereiche können vor Baugrube oder Flachgründung mit einem geeigneten Flächenverfahren untersucht werden.

Die Aussage gilt für die technisch erfasste Zone und nicht automatisch für tiefe Pfähle oder Bohrungen.

Eine oberflächennahe Messung wird nur für den nachgewiesenen Tiefenbereich verwendet; tiefer liegende Gründungsteile bleiben eigenständig zu prüfen.

Tiefe vertikale Pfahlpunkte

Punktlage, Durchmesser und Solltiefe definieren den tiefen Arbeitsraum. Zunächst wird geprüft, ob die erforderliche Lage und Tiefe bereits ausreichend untersucht wurden. Eine benötigte ergänzende Tiefenprüfung wird auf diese Geometrie ausgerichtet.

Mess- und Ausführungskennungen bleiben über die gesamte Projektkette identisch.

Bei einer Bohrlochsondierung werden Bohrlochabstand und Messstrecken aus Querschnitt und Zielraum abgeleitet und nicht pauschal aus benachbarten Projekten übernommen.

Geneigte Pfähle oder Anker

Der relevante Korridor verläuft räumlich vom Ansatzpunkt weg. Nur eine Betrachtung der sichtbaren Startkoordinate würde den späteren Eingriff unvollständig abbilden.

Neigung, Länge und Zielbereich werden daher in die Prüf- und Dokumentationsgeometrie übernommen.

Bei geneigten Elementen wird besonders geprüft, ob der tiefe Endbereich außerhalb des ursprünglich untersuchten Baufelds liegt.

Technisch überprägter Bestandsbereich

Bewehrung, vorhandene Pfähle, Leitungen und Fundamente können Messdaten stören und Sondierbohrungen begrenzen.

Nicht ausreichend untersuchte Bereiche werden im Plan ausgewiesen. Für sie wird geprüft, welches ergänzende Verfahren und welcher Zugang geeignet sind.

Vor der Pfahlherstellung werden verbleibende Fragen zu diesen Punkten geklärt. Eine geänderte Gründung oder spätere Freilegung wird mit Planung und Bauleitung abgestimmt.

Auffälliger Punkt mit weiterem Klärungsbedarf

Messsignale werden mit Bohrdaten, Bestandsinformationen und benachbarten Punkten plausibilisiert.

Messauffälligkeiten erhalten je nach fachlicher Bewertung eine ergänzende Detektion oder Freilegung. Die Bergung bestätigter Kampfmittel wird mit dem zulässigen Tätigkeitsumfang und den örtlichen Zuständigkeiten abgestimmt. Bei einem unerwarteten verdächtigen Gegenstand werden Arbeiten sofort eingestellt und die zuständigen Stellen unverzüglich verständigt.

Die Befundentscheidung wird dem konkreten Gründungselement zugewiesen und bleibt bis zur dokumentierten Erledigung im Punktregister offen.

Nachweise für Gründungsplanung und Bauleitung

Welche Unterlagen den geprüften Tiefenraum eindeutig beschreiben

Eine belastbare Projektakte verbindet Punktliste, Vermessung, Mess- und Bohrdaten, Befunde und Ausführung. Der Nachweis bleibt auf die dokumentierte Gründung und deren tatsächliche Geometrie begrenzt.

Projekt- und Bauwerksbezug

Projektadresse, Bauwerk, Achsen, Koordinatensystem und aktuelle Planrevision bilden den gemeinsamen Rahmen.

Bauabschnitte und temporäre Gründungslösungen werden eindeutig getrennt.

Bauwerks- und Pfahlbezeichnungen werden so geführt, dass auch Teilbauwerke und Gründungsabschnitte eindeutig unterschieden werden können.

Pfahl- und Bohrpunktregister

Jedes Element erhält Kennung, Koordinate, Durchmesser, Solltiefe, Neigung und Herstellverfahren.

Entfallene, verschobene oder zusätzliche Punkte werden nachvollziehbar fortgeschrieben.

Soll- und Ist-Daten werden getrennt dokumentiert, weil Absteckung oder Bohransatz von der Planung abweichen können.

Verdachts- und Bestandsgrundlage

Historische Bewertung, bekannte Funde, Leitungen, Bestandsfundamente und frühere Untersuchungen werden mit ihrem Geltungsbereich dokumentiert.

Offene Datenlagen bleiben als Planungsrisiko sichtbar.

Die Herkunft von Leitungs- und Bestandsdaten wird vermerkt, damit ihre Lagegenauigkeit fachlich eingeordnet werden kann.

Bohrloch- und Messdaten

Bohrtiefe, Verrohrung, Messstrecken, Gerätekonfiguration, Störquellen und Qualitätskontrollen werden je Punkt erfasst.

Rohdaten und Auswertestände bleiben aufeinander beziehbar.

Bohrlochprotokoll und Messdatei werden derselben Punktkennung zugeordnet und gemeinsam auf Vollständigkeit geprüft.

Befund- und Statusübersicht

Auffälligkeiten, nicht messbare Bereiche, Freilegungen und weitere Maßnahmen werden mit Punktkennung und Lagebezug geführt.

Die Bauleitung erkennt, welche Gründungen bearbeitet und welche noch offen sind.

Auffällige, nicht erreichbare und technisch gestörte Punkte erhalten unterschiedliche Statuskennzeichen und Maßnahmen.

Abschluss- und Übergabedokumentation

Der Bericht benennt Prüftiefe, Ergebnis, Einschränkungen und Anschlussentscheidung je Element.

Er wird bei geänderter Geometrie gezielt fortgeschrieben und nicht pauschal auf neue Punkte übertragen.

Vor Pfahlherstellung wird der letzte gültige Status gegen den aktuellen Ausführungsplan kontrolliert und dokumentiert.

Nachweisdossier Tiefgründung

Pfahlliste und Untersuchungsergebnisse auf demselben Stand halten

Bei großen Pfahlfeldern oder mehreren Bauabschnitten muss der Bearbeitungsstatus jederzeit eindeutig sein. Die Datenstruktur verbindet Gründungselement, Messpunkt, Ergebnis und spätere Ausführung.

01

Gründungsdatenbestand

Pfahlpläne, Listen, Bohransätze, Tiefen und Herstellverfahren werden mit Planrevision und Herkunft gespeichert.

Unterschiedliche Fachplanungen werden auf eine gemeinsame Punktkennung gebracht.

Das Gründungsdatenregister enthält neben Sollangaben auch den geplanten Herstelltermin und die Zuordnung zum jeweiligen Bauabschnitt.

02

Vermessungsbezug

Soll- und Ist-Koordinaten sowie Höhen werden vor und nach der Feldarbeit dokumentiert.

Abweichungen zwischen Absteckung und Planung bleiben nachvollziehbar.

Vermessungsdaten werden mit Höhenbezug geführt, weil Aushub oder Aufschüttung die tatsächliche Prüftiefe verändern können.

03

Bohr- und Messprotokolle

Bohrlochherstellung, Verrohrung, Messstrecken, Störungen und Kontrollen werden je Gründungselement geführt.

Damit lässt sich die technische Aussage später fachlich prüfen.

Bohr- und Messprotokolle dokumentieren auch nicht erreichte Tiefen, Hindernisse und nachträglich notwendige Ersatzbohrungen.

04

Anomalien- und Maßnahmenliste

Auffällige Signale, bekannte Störkörper und weitere Bearbeitungsschritte erhalten einen eindeutigen Status.

Offene Punkte werden nicht mit unauffälligen Messungen vermischt.

Die Maßnahmenliste unterscheidet auffällige Signale, technisch gestörte Messungen und organisatorisch noch nicht bearbeitete Punkte.

05

Ausführungsabgleich

Vor Pfahl- oder Bohrbeginn wird geprüft, ob Element, Tiefe und Verfahren dem dokumentierten Stand entsprechen.

Änderungen lösen eine klar zugeordnete Ergänzungsentscheidung aus.

Der Ausführungsabgleich erfolgt unmittelbar vor dem jeweiligen Gründungslos und nicht nur einmal zu Projektbeginn.

06

Projektabschluss

Berichte, Punktlisten, Lagepläne und Übergaben werden in einem konsistenten Anlagenverzeichnis zusammengeführt. Nach tatsächlichen Freilegungs- oder Räumarbeiten kommen die zugehörigen Befund- und Räumprotokolle hinzu.

Der erreichte Bearbeitungsstand bleibt auch nach Herstellung des Bauwerks nachvollziehbar.

Die Abschlussunterlagen zeigen, welche Punkte tatsächlich hergestellt, entfallen oder durch eine andere Gründungslösung ersetzt wurden.

Projektablauf Bauwerksgründung

Untersuchung und Ergebnisübergabe vor der Pfahlherstellung einplanen

Der Ablauf wird an Gründungsplanung, Baugrundaufschluss und Herstellungstermin angepasst. Vor jedem Gründungslos werden Untersuchung, Auswertung und Übergabe der Ergebnisse eingeplant.

Vor dem Übergang in die Bauausführung wird der Punktstatus mit dem letzten freigegebenen Gründungsplan abgeglichen. Dabei werden kurzfristige Änderungen und Zusatzpfähle erkannt und auf ihren ergänzenden Untersuchungsbedarf geprüft.

Für zeitkritische Gründungsarbeiten kann die Punktbearbeitung nach Priorität und Herstellungslos geordnet werden. Dabei bleibt der fachliche Prüfstandard für jeden einzelnen Punkt unverändert; lediglich Reihenfolge und Datenübergabe werden an den Bauablauf angepasst. Probepfähle, Kranstandpunkte und frühe Teilbauwerke können dabei gezielt vorgezogen werden. Die Hauptausführung erhält die aktuelle Punktliste mit Untersuchungsergebnissen und offenen Maßnahmen. Änderungen werden mit Datum und betroffenen Punkten im aktuellen Ausführungsplan geführt.

01

Gründungsaufgabe erfassen

Bauwerk, Pfahl- oder Bohrsystem, Punktzahl, Tiefen, Neigungen, Termine und benötigte Aussage werden eindeutig beschrieben.

02

Unterlagen und Verdacht prüfen

Historische Bewertung, Pfahlplan, Leitungen, Baugrunddaten und vorhandene Nachweise werden auf räumliche Konsistenz geprüft.

03

Punkt- und Tiefenraum definieren

Koordinaten, Querschnitte, Herstellweg und Sicherheitsraum werden je Gründungselement festgelegt.

04

Sondier- und Bohrkonzept planen

Messverfahren und tatsächliche Messabdeckung werden aus Geometrie und Störumfeld abgeleitet. Bei einer erforderlichen Bohrlochsondierung werden Bohrlochanordnung, Verrohrung, Messstrecken und mögliche Ersatzmaßnahmen geplant.

05

Feldarbeit vorbereiten

Absteckung, Zugänge, Gerätestandplätze, Leitungen, Arbeitsschutz und Bauzeitenfenster werden vor Ort abgestimmt.

06

Tiefenprüfung ausführen

Die gewählten Untersuchungen werden mit eindeutiger Punktkennung durchgeführt; Abweichungen, nicht erreichte Tiefen und Störungen werden unmittelbar dokumentiert.

07

Daten und Befunde bewerten

Signale, Bohrbedingungen, bekannte Einbauten und benachbarte Punkte werden im Verhältnis zum Gründungsziel plausibilisiert.

08

Punktstatus vor der Herstellung übergeben

Bericht, Punktstatus, Einschränkungen und weitere Maßnahmen werden vor der eigentlichen Herstellung an Planung und Bauleitung übergeben.

Technische Punkt- und Tiefengeometrie

Welche Angaben für eine belastbare Prüfung von Bauwerksgründungen erforderlich sind

Der zu prüfende Untergrund entspricht dem gesamten Herstellweg des Gründungselements. Punktkoordinate und Endtiefe bilden nur einen Teil dieser Geometrie ab.

Messanordnung auf den tatsächlichen Pfahlraum abstimmen

Für vertikale Pfähle werden Achse, Durchmesser, Solltiefe und mögliche Vorbohrungen als zusammenhängender Tiefenraum betrachtet. Bei einer Bohrlochsondierung muss die Messanordnung den Pfahlquerschnitt und den relevanten Sicherheitsbereich abdecken. Bei großen Durchmessern oder Gruppenpfählen kann eine einzelne Messlinie unzureichend sein.

Geneigte Pfähle, Mikropfähle und Anker verlassen mit zunehmender Tiefe den sichtbaren Ansatzpunkt. Ihre räumliche Bahn wird aus Neigung, Länge und Orientierung abgeleitet. Grundstücksgrenzen, Nachbarfundamente oder Leitungen können sowohl die Gründung als auch die Prüfbohrungen einschränken.

Verrohrung und Bohrlochzustand beeinflussen die Messung. Material, Durchmesser, Tiefe und mögliche magnetische oder mechanische Störungen werden dokumentiert. Messstrecken müssen die geplante Prüftiefe erreichen und frei von unbeurteilten Unterbrechungen sein.

Bei Pfahlfeldern werden Punktlisten in Abschnitte gegliedert, ohne die gemeinsame Datenlogik zu verlieren. Der Status jedes Elements ist eindeutig: geplant, abgesteckt, gebohrt, gemessen, auffällig, ergänzt oder für die dokumentierte Geometrie abgeschlossen.

Bei tief gestaffelten Gründungen wird außerdem geprüft, ob sich unterschiedliche Pfahltypen oder Lastabtragungsbereiche räumlich überschneiden. Die Prüfgeometrie folgt dem tatsächlichen Untergrundraum und nicht nur der Darstellung im Grundriss.

01

Koordinate und Höhenbezug

Ansatzpunkt, Gelände- oder Arbeitshöhe und Bauwerkskoordinate werden eindeutig festgelegt.

Höhenänderungen durch Aushub oder Aufschüttung werden in die Prüftiefe übernommen.

Bei Gruppenpfählen werden Überlappungen und mögliche Zwischenräume der einzelnen Prüfbereiche geometrisch geprüft.

02

Querschnitt und Sicherheitsraum

Pfahldurchmesser, Werkzeugbreite und erforderlicher Randbereich bestimmen die seitliche Ausdehnung.

Die Messgeometrie wird auf den gesamten beanspruchten Raum bezogen.

Die seitliche Ausdehnung berücksichtigt auch Werkzeugwechsel, Aufweitungen und mögliche Schräglagen des Bohrstrangs.

03

Solltiefe und Bohrlochreichweite

Mess- und Bohrtiefe müssen die spätere Einbindelänge und den relevanten Arbeitsraum abdecken.

Vorzeitige Bohrlochenden bleiben als Einschränkung sichtbar.

Der Höhenbezug wird nach Herstellung der Arbeitsplattform kontrolliert, damit Prüftiefe und Pfahlkopfhöhe korrekt zusammenpassen.

04

Neigung und räumlicher Verlauf

Geneigte Elemente werden als dreidimensionaler Korridor behandelt.

Ausrichtung und Länge müssen in Lageplan und Sondierkonzept übereinstimmen.

Geneigte Elemente erhalten eine eindeutige Orientierung im Koordinatensystem und einen nachvollziehbaren räumlichen Endpunkt.

05

Störumfeld und Bestandsgründung

Bewehrung, Leitungen, alte Pfähle und Stahlbauteile werden als mögliche Mess- und Bohrhindernisse erfasst.

Ergänzungen werden vor der Ausführung geplant.

Bestandsgründungen werden nicht nur als Störquelle, sondern auch als mögliches Bohrhindernis in der Einsatzplanung berücksichtigt.

06

Planrevision und Punktänderung

Jede Verschiebung, Vertiefung oder Verfahrensänderung wird mit dem vorhandenen Nachweis abgeglichen.

Der neue Status wird in Punktliste und Projektakte nachgeführt.

Eine Planrevision enthält eine nachvollziehbare Liste der betroffenen Punkte und der daraus folgenden fachlichen Maßnahmen.

Für Gründungselemente mit wechselnden Tiefen oder Durchmessern ist eine nach Gruppen gegliederte Punktliste zweckmäßig. Dadurch können Messkonzept, Aufwand und Ausführungsstatus je Elementtyp nachvollziehbar geplant werden.

Untersuchung auswählen

Untersuchungen nach Gründungselement und Tiefenraum auswählen

Zwei Personen besprechen Pläne an einem Tisch neben einem Fahrzeug auf einem Baufeld.

Verdachtsunterlagen mit dem aktuellen Pfahlfeld abgleichen

Die historische Grundlage und frühere Untersuchungen werden den geplanten Gründungspunkten zugeordnet. Zusätzliche Pfähle, seitliche Arbeitsflächen oder eine verschobene Bauwerksachse können bisher nicht betrachtete Räume betreffen.

Vorhandene Nachweise dem aktuellen Pfahlfeld zuordnen
Person neben einem Messgerät auf einem Baufeld; dahinter steht ein Radbagger mit Bohrgerät.

Verfahrenswahl an der räumlichen Geometrie ausrichten

Durchmesser, Neigung, Einbindetiefe und Herstellverfahren werden zusammen betrachtet. Entscheidend ist, ob die vorgesehene Untersuchung diesen Raum unter den vorhandenen Boden- und Störbedingungen ausreichend erfassen kann. Verbleibende Grenzen werden vor der Herstellung geklärt.

Tiefenbezogene Untersuchung einordnen
Leistungen für Bauwerksgründungen

Geeignete Verfahren für Pfahlfeld und Gründungspunkte

Die technische Prüfung tiefer Gründungen kann mehrere Verfahren verbinden. Entscheidend ist, welche physikalische Eigenschaft und welcher Flächen- oder Tiefenraum jeweils untersucht werden.

01

Historische Luftbildauswertung

Begründet den historischen Verdacht am Bauwerksstandort und unterstützt die Priorisierung der technischen Erkundung.

Sie weist keine Objekte im einzelnen Pfahl- oder Bohrraum nach.

Sie dient vor allem der räumlichen Einordnung, nicht der punktbezogenen Tiefenfreigabe.

02

Geomagnetische Flächenprüfung

Erfasst ferromagnetische Auffälligkeiten in zugänglichen oberflächennahen Bereichen.

Bestandsbewehrung, Leitungen und Bauwerke können die Messung begrenzen.

Ihre Reichweite endet dort, wo der tiefe Gründungsraum nicht verlässlich erfasst wird.

03

TDEM

Kann elektromagnetische Antworten leitfähiger Körper in geeigneten Flächen ergänzend bewerten.

Tiefe, Zielobjekt und technisches Umfeld bestimmen die Aussagefähigkeit.

Die Methode wird nur eingesetzt, wenn sie für das definierte Zielobjekt einen zusätzlichen Erkenntniswert besitzt.

04

Georadar/GPR

Stellt Reflexionen an Material- und Strukturgrenzen dar und kann Untergrund- oder Bestandsinformationen liefern.

Es identifiziert kein Kampfmittel allein aufgrund eines Radarbildes.

Die Daten können die Planung unterstützen, ersetzen aber keine eindeutige Bewertung des Pfahlkorridors.

05

Tiefen- und Bohrlochsondierung

Prüft definierte Punkt- und Tiefenräume für Pfähle, Bohrungen und geneigte Elemente.

Sie kann erforderlich sein, wenn geeignete Oberflächenverfahren den späteren Gründungsraum nicht ausreichend erfassen.

Bohrlochqualität, Messstrecke und Punktabstand bestimmen unmittelbar die Verwendbarkeit des Ergebnisses.

06

Bauaushubüberwachung

Bei einer fachlich geeigneten baubegleitenden Kampfmittelsondierung wird die jeweilige Arbeitslage technisch sondiert und bewertet. Danach folgen kontrollierter lagenweiser Abtrag und ergänzende Sichtkontrolle; diese Schritte werden bis zur vereinbarten Sohle wiederholt. Reines Beobachten des Baggeraushubs reicht dafür nicht aus.

Sie ersetzt keine Tiefenprüfung des späteren Pfahl- oder Bohrkorridors.

Aushublagen, Stopppunkte, Weisungsbefugnisse, Kommunikationswege und Dokumentation werden vor Beginn in der Arbeitsanweisung festgelegt. Die Leistung bleibt an die tatsächlich untersuchten Lagen gebunden.

Arbeitsweise bei Gründungsprojekten

Pfahlliste und Messdaten vor der Ausführung abgleichen

Planung, Vermessung und Feldteam verwenden dieselben Punktkennungen. Vor der Pfahlherstellung werden Ausführungsplan, Messergebnisse und offene Aufgaben miteinander abgeglichen.

Jeder Gründungspunkt erhält einen nachvollziehbaren Bearbeitungsstatus

FONTANA-EOD ordnet zunächst Verdachtslage, Gründungsplan und benötigte Aussage ein. Dadurch wird klar, welche Punkte flächig vorbereitet werden können und welche eine eigenständige Tiefenprüfung benötigen.

Vor der Feldarbeit werden Koordinaten, Solltiefen, Durchmesser, Neigungen und Herstellverfahren geprüft. Widersprüchliche Listen oder fehlende Planstände werden geklärt, bevor Bohrungen oder Messungen beginnen.

Mess- und Bohrdaten bleiben über eine eindeutige Punktkennung mit der Ausführungsplanung verbunden. Störungen, vorzeitig beendete Bohrlöcher und nicht erreichte Tiefen werden dokumentiert. Welche Ergänzung für den geplanten Eingriff geeignet ist, wird fachlich geprüft.

Die Schlussfolgerung beschreibt den tatsächlich geprüften Punkt- und Tiefenraum. Sie schafft eine klare Grundlage für Bauleitung und Spezialtiefbau, ohne zusätzliche oder geänderte Gründungselemente einzuschließen.

Bei großen Pfahlfeldern wird die Bearbeitung in technisch und terminlich sinnvolle Lose gegliedert. Der gemeinsame Punkt- und Datenstandard bleibt dennoch unverändert, damit Teilberichte zusammengeführt und spätere Ersatz- oder Zusatzpfähle sicher gegen den vorhandenen Prüfstand bewertet werden können.

Eindeutige Punktliste

Koordinaten, Tiefe, Durchmesser und Herstellverfahren sind vor Beginn abgestimmt.

Messbare Geometrie

Die gewählte Messgeometrie muss den späteren Gründungsraum ausreichend erfassen. Bei einer Bohrlochsondierung werden Anordnung und Messstrecken entsprechend festgelegt.

Kontrollierte Bohrlochqualität

Verrohrung, Tiefe, Störungen und Messbedingungen werden dokumentiert.

Plausible Auswertung

Messsignale werden mit Bohrdaten, Bestand und benachbarten Punkten bewertet.

Offene Punkte weiterbearbeiten

Nicht erreichte oder auffällige Bereiche erhalten einen klaren nächsten Schritt.

Ergebnisse je Pfahl übergeben

Planung und Bauleitung erkennen, welche Gründungen für den dokumentierten Stand bearbeitet sind.

Nächsten Bauabschnitt vorbereiten

Punktliste von der Planung bis zur Ausführung fortführen

Zugänge und Arbeitshöhen vor der Messung klären

Arbeitsplattform, Punktabsteckung und erreichbare Bohransätze müssen zum vorgesehenen Untersuchungsablauf passen. Ändert sich die Arbeitshöhe durch Aushub oder Aufschüttung, werden die Tiefenangaben vor dem nächsten Eingriff erneut abgeglichen.

Ergebnisstand je Gründungselement übergeben

Punktkennung, Koordinaten, Höhenbezug und dokumentierter Untersuchungsumfang werden gemeinsam an die Ausführung übergeben. Ein Punkt mit offener Tiefe bleibt als solcher erkennbar. Ergebnisse werden nicht allein wegen einer benachbarten Lage auf weitere Pfähle übertragen.

Rollen im Gründungsprojekt

Wer die Pfahlliste führt, misst und Änderungen meldet

Bauherr, Tragwerksplanung, Geotechnik, Vermessung, Spezialtiefbau und Kampfmittelfachfirma müssen mit denselben Punkt- und Tiefendaten arbeiten. Änderungen benötigen einen eindeutigen Kommunikationsweg.

Auftraggeber

Bauherr oder Projektträger

Definiert Bauwerk, Termine, Vertragsstruktur und benötigten Nachweis.

Stellt vorhandene Verdachts- und Bestandsunterlagen bereit und koordiniert die Fachbeauftragungen.

Planung

Tragwerks- und Gründungsplanung

Legt Gründungssystem, Punktliste, Querschnitte, Tiefen, Neigungen und Herstellverfahren fest.

Planänderungen werden vor dem Bodeneingriff an alle Beteiligten weitergegeben.

Geotechnik

Baugrund- und Geotechnikbüros

Beschreiben Bodenaufbau, Grundwasser, Bohrbarkeit und geotechnische Randbedingungen.

Baugrundaufschlüsse und Kampfmittelprüfung werden räumlich und terminlich aufeinander abgestimmt.

Vermessung

Absteckung und Punktverwaltung

Überträgt Sollkoordinaten in das Baufeld und dokumentiert Ist-Lagen.

Doppelte Kennungen, Planabweichungen und Höhenänderungen werden vor der Ausführung geklärt.

Fachfirma

FONTANA-EOD

Plant und führt die beauftragte Kampfmittelprüfung aus und dokumentiert Punktstatus, Ergebnisse und Grenzen.

Die Leistung bleibt auf die vereinbarte Gründungsgeometrie bezogen.

Staatliche Stellen

KBD, KMBD, KRD und örtliche Behörden

In Deutschland übernehmen die Kampfmittelbeseitigungsdienste der Länder und örtlich zuständige Behörden Aufgaben der Gefahrenabwehr und Fundbearbeitung. Ihre Einbindung wird für den Projektort geklärt; außerhalb Deutschlands gelten die dortigen Zuständigkeiten.

Örtliche Ordnungsbehörde und gegebenenfalls Bauaufsicht werden mit ihren projektbezogenen Aufgaben eingebunden. Auflagen und Ansprechpartner werden den tatsächlichen Gründungsabschnitten zugeordnet. Bei einer Fundlage bestimmen die zuständigen Stellen das weitere Vorgehen.

Projektunterlagen Bauwerksgründung

Welche Arbeits- und Nachweisobjekte in der Tiefenprüfung verwendet werden

Gründungsplan, Punktregister, Bohr- und Messdaten sowie Abschlussbericht bilden eine durchgängige Nachweiskette. Damit lässt sich prüfen, ob die tatsächliche Pfahlausführung vom dokumentierten Untersuchungsraum erfasst wird.

Vier Personen in orangefarbenen Westen vor zwei Baggern auf einer Baustelle.
Person mit gelbem Messwagen auf einem Gehweg vor einer Hecke.
Projektstandort zuordnen

Bauwerkslage und Gründungspunkte eindeutig zuordnen

Grafisch dargestellte Deutschlandkarte mit Ortsmarkierungen auf einer Baustellenfläche.

Standort und vorhandene Anforderungen zuordnen

Nennen Sie Projektort, Bauwerksbezeichnung, aktuellen Planstand und Punktkennungen. Fügen Sie Grundriss, Gründungsdaten und maßgebliche Schnitte mit gemeinsamem Höhenbezug bei. Vorhandene Anforderungen und Berichte werden den betreffenden Punkten und Bauabschnitten zugeordnet.

Ergebnisse richtig verwenden

Prüftiefe und Herstellgeometrie gemeinsam abgleichen

Tiefenangaben auf denselben Bezug bringen

Ein Messwert ab Geländeoberkante lässt sich nur mit einer Gründungstiefe vergleichen, wenn die Bezugshöhen eindeutig sind. Änderungen der Arbeitsplattform oder Pfahlkopfhöhe müssen daher in den Unterlagen nachvollziehbar bleiben.

Nachweise am Eingriff prüfen

Geänderte Pfahltypen erneut bewerten

Ein anderer Durchmesser, eine größere Länge oder eine neue Neigung kann den beanspruchten Bodenraum verändern. Der bisherige Nachweis wird mit der neuen Geometrie verglichen; erforderliche Ergänzungen werden vor der Herstellung dem jeweiligen Punkt zugeordnet.

Fachliche Grundlagen vertiefen
Fragen zu Bauwerksgründungen

Häufige Fragen zur Kampfmittelprüfung vor tiefen Gründungen

Wann muss eine Bauwerksgründung kampfmitteltechnisch geprüft werden?

Vor Bohr-, Ramm-, Vibrations-, Press- oder sonstigen Gründungsarbeiten wird anhand der vorhandenen Erkenntnisse und geplanten Bodeneingriffe geklärt, welche Kampfmitteluntersuchung benötigt wird. Ausschlaggebend sind Gründungsart, Punktlage, Tiefe, Einbringverfahren, Verdachtsgrundlage und der Bereich, den Bohrgerät, Pfahl oder Hilfsmaßnahmen tatsächlich beanspruchen.

Welche Gründungsarten benötigen eine tiefe Punktprüfung?

Bohrpfähle, Rammpfähle, Mikropfähle, Verpresspfähle, Brunnen- und Senkkastengründungen sowie tiefe Einzelfundamente können eine eigene Punkt- und Tiefengeometrie erfordern. Auch Spundwandanschlüsse, Anker oder Hilfsbohrungen werden berücksichtigt, wenn sie in bisher nicht untersuchte Bodenschichten eingreifen.

Was ist bei einem verdächtigen Gegenstand zu tun?

Bei einem unerwarteten verdächtigen Gegenstand werden die Arbeiten eingestellt. Berühren, bewegen oder graben Sie ihn nicht weiter frei. Verlassen Sie den unmittelbaren Bereich und warnen Sie andere ohne Eigengefährdung. Verständigen Sie in Deutschland die Polizei unter 110; außerhalb Deutschlands gilt der örtliche Notrufweg. Das weitere Vorgehen bestimmen die zuständigen Stellen; eine Projektanfrage ersetzt die Fundmeldung nicht.

Welche Unterlagen braucht die Planung der Tiefensondierung?

Benötigt werden Gründungsplan, Pfahl- oder Bohrpunktliste, Koordinaten, Solltiefen, Durchmesser, Neigungen, Herstellverfahren, Verrohrung, Bauphasen, Baugrund- und Leitungsdaten sowie vorhandene Luftbildauswertungen oder Sondierberichte. Planrevision und Ausführungsstand müssen eindeutig benannt sein.

Behördliche Auskünfte und Auflagen werden mit Datum, vollständigen Anlagen und räumlichem Geltungsbereich beigefügt. In Deutschland werden zuständiger Kampfmittelbeseitigungsdienst, örtliche Ordnungsbehörde und gegebenenfalls Bauaufsicht für den Projektort geklärt; außerhalb Deutschlands gelten die dortigen Zuständigkeiten.

Wie werden schräge Pfähle, Anker oder geneigte Bohrungen berücksichtigt?

Der Prüfbereich wird nicht nur am Ansatzpunkt betrachtet. Neigung, Länge, Durchmesser und räumlicher Verlauf bestimmen den tatsächlich beanspruchten Untergrund. Mess- oder Bohrlochgeometrie werden so angeordnet, dass der spätere Arbeitskorridor einschließlich relevanter Sicherheitsbereiche abgebildet wird.

Was geschieht bei metallischen Störfeldern oder Bestandsfundamenten?

Bewehrung, Leitungen, Spundwände, vorhandene Pfähle und Stahlbauteile können magnetische oder elektromagnetische Messungen überlagern. Bekannte Einbauten werden vor der Auswertung räumlich erfasst. Nicht ausreichend untersuchte Bereiche werden im Plan ausgewiesen. Für sie werden geeignete ergänzende Verfahren und mögliche Zugänge nach Rückbau oder Freilegung geklärt.

Welche Angaben gehören in den Gründungsnachweis?

Der Nachweis enthält Punkt- und Bauteilkennung, Koordinate, Soll- und Prüftiefe, Mess- oder Bohrlochgeometrie, verwendetes Verfahren, Störquellen, Befunde, Einschränkungen und Anschlussentscheidung. Er muss eindeutig zeigen, welche Gründungspunkte und Tiefen für die geplante Ausführung bearbeitet wurden.

Wovon hängen Aufwand, Dauer und Kosten ab?

Entscheidend sind Zahl und Tiefe der Punkte, Raster- oder Achsgeometrie, Gründungsverfahren, Bohrbarkeit, Verrohrung, Grundwasser, Zugänglichkeit, Leitungs- und Bestandsumfeld, verfügbare Arbeitsfenster, Vermessung, Datenprüfung und Dokumentationsumfang. Belastbare Angebote setzen deshalb eine aktuelle Gründungsplanung voraus.

Gründungsprojekt anfragen

Diese Unterlagen benötigen wir für Ihre Gründungsprüfung

Eine qualifizierte Anfrage verbindet Bauwerksstandort, Gründungssystem und aktuelle Ausführungsgeometrie. Dadurch können Prüfbohrungen, Messstrecken und Nachweise belastbar kalkuliert werden.

Baugrund- und Kampfmittelbohrungen sollten in der Terminplanung klar voneinander unterschieden werden. Auch wenn sich Arbeitsabläufe kombinieren lassen, bleiben Messziel, Verantwortlichkeit und geforderte Dokumentation fachlich eigenständig.

Auch die geplante Arbeitsplattform gehört in die Anfrage. Ihre Höhe und Lage beeinflussen Bohransatz, Prüftiefe, Gerätestandort und den späteren Abgleich zwischen Soll- und Ist-Koordinaten. Änderungen der Plattform werden vor dem Gründungsbeginn fachlich berücksichtigt.

Bauwerk und Gründungssystem

Übermitteln Sie Projektadresse, Lageplan, Bauwerksachsen, Gründungsart, Pfahl- oder Bohrpunktliste und aktuelle Planrevision.

Bei mehreren Varianten wird gekennzeichnet, welche Lösung verbindlich bearbeitet werden soll.

Punkte, Tiefen und Herstellverfahren

Benötigt werden Koordinaten, Durchmesser, Solltiefen, Neigungen, Einbringverfahren, Verrohrung und mögliche Hilfsbohrungen.

Auch nachträgliche oder temporäre Gründungselemente werden berücksichtigt.

Bestand, Baugrund und Termine

Fügen Sie Leitungspläne, Bestandsfundamente, Baugrunddaten, Grundwasserangaben, historische Bewertung, frühere Sondierungen und Bauzeiten bei.

Zugänge und verfügbare Gerätestandplätze beeinflussen die praktische Umsetzung.

Für die erste fachliche Einordnung

Für eine erste Prüfung reichen häufig Lageplan, Pfahlliste, Gründungsverfahren, maximale Tiefe, Punktzahl, Bauzeit und vorhandene Verdachtshinweise. FONTANA-EOD benennt anschließend fehlende Unterlagen und die für die Gründungspunkte geeigneten Untersuchungen.

Bei großen Pfahlfeldern kann die Bearbeitung nach Gründungsabschnitten und Herstellungsterminen gegliedert werden. Punktkennungen und Datenstruktur bleiben über das gesamte Bauwerk einheitlich.

Zusätzlich sollte angegeben werden, ob Gründungsbohrungen gleichzeitig als Baugrundaufschluss dienen oder ob separate Kampfmittelsondierbohrungen vorgesehen sind. Diese Unterscheidung beeinflusst Bohrdurchmesser, Verrohrung, Reihenfolge und Verantwortlichkeit.

Bei zeitkritischen Pfahlfeldern hilft eine Prioritätenliste, um zuerst die Punkte zu bearbeiten, die für Probebelastung, Kranstand oder den Beginn des Spezialtiefbaus benötigt werden.

Für Pfahlgruppen, Probepfähle und dynamische oder statische Probebelastungen sollte die zeitliche Reihenfolge genannt werden. So lässt sich der erforderliche Punktstatus an die tatsächliche Herstellung koppeln und unnötige Doppelbearbeitung vermeiden.

Bauwerksbezug

Lageplan, Achsen, Bauteile und Planrevision.

Punktgeometrie

Koordinaten, Durchmesser, Neigung und Solltiefe.

Herstellverfahren

Bohren, Rammen, Vibrieren, Pressen oder Verpressen.

Nachweisziel

Unterlage für Ausführungsplanung, Bauleitung und Spezialtiefbau.

Projektanfrage

Projekt prüfen lassen

Ob historische Luftbildauswertung, Kampfmittelsondierung, Oberflächensondierung mit Georadar/GPR, Geomagnetik oder TDEM, Tiefensondierung, Bohrlochsondierung, Bauaushubüberwachung, Flächenräumung oder Kampfmittelbergung erforderlich ist, ergibt sich aus Standort, Eingriff, Tiefe, Untergrund und vorhandenen Unterlagen. Eine frühe Kampfmittelprüfung schafft Klarheit für Ausschreibung, Terminplanung, Arbeitsschutz und Bauausführung.

FONTANA-EOD verbindet die Erlaubnis nach § 7 SprengG, Fachkräfte mit Befähigungsschein nach § 20 SprengG, geeignete Sondier- und Räumverfahren sowie eine nachvollziehbare Dokumentation. Übermitteln Sie Lageplan, Eingriffstiefe, Bauphase und vorhandene Unterlagen für die fachliche Erstprüfung.

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