Düren
Kampfmittelbeseitigung in Düren
Düren zählt zu den im Zweiten Weltkrieg am schwersten zerstörten Städten Deutschlands. Der Luftangriff vom 16. November 1944 legte die Stadt nahezu vollständig in Trümmer; nur wenige Gebäude überstanden den Angriff mit geringen Schäden, große Teile der Bebauung wurden vollständig zerstört. In Verbindung mit der Lage an wichtigen Bahnverbindungen und industriellen Standorten ergibt sich bis heute eine historisch begründete Kampfmittelverdachtslage im gesamten Stadtgebiet.
FONTANA-EOD unterstützt Bauherren, Ingenieurbüros, Kommunen und Investoren in Düren und Umgebung mit Leistungen der Kampfmittelsondierung, Flächenräumung, Bauaushubüberwachung und Kampfmittelbergung – von der ersten Verdachtsanalyse bis zur prüffähigen Freigabedokumentation.
In Düren ergeben sich Verdachtssituationen insbesondere aus der fast vollständigen Zerstörung der Innenstadt im November 1944, der Bedeutung als Bahn- und Industriestandort sowie der Nähe zu Gefechtszonen im Bereich Hürtgenwald. FONTANA-EOD bietet hierfür ein auf Düren abgestimmtes Leistungsspektrum:
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Historische Luftbildauswertung & Verdachtsflächenanalyse
Zur Einschätzung der Ausgangslage im Stadtgebiet Düren und im Umland.
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Oberflächensondierung
Flächendeckende Detektion oberflächennaher metallischer Störkörper auf Bau- und Erschließungsflächen.
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Tiefensondierung / Bohrlochsondierung
Untersuchung tieferer Bodenschichten, zum Beispiel bei Baugruben, Pfahlgründungen oder Stützbauwerken.
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Flächenräumung
Baufeldfreimachung in klar definierten Verdachtsbereichen.
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Bauaushubüberwachung
Baubegleitende Überwachung von Aushubmaßnahmen in Bereichen mit Restrisiko oder eingeschränkter Vorerkundung.
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Kampfmittelbergung
Kontrollierte Freilegung, Sicherung und Bereitstellung identifizierter Kampfmittel für die zuständigen Stellen.
Einsatzgebiete in Düren und Umgebung
FONTANA-EOD begleitet Projekte im gesamten Stadtgebiet Düren und – soweit es die Rahmenbedingungen zulassen – in angrenzenden Gemeinden und Kreisen. Dazu zählen insbesondere folgende Bereiche:
Stadtgebiet Düren (Auswahl)
Zu den zentralen Einsatzorten und Verdachtszonen in Eschweiler gehören insbesondere:
Umland und Region
Jülich
Kreuzau
Nideggen
Merzenich
Langerwehe
Inden
Hürtgenwald (historischer Gefechtsraum)
Weitere Gemeinden im Rur- und Eifelvorland
Typische Verdachtssituationen in Düren
Aufgrund der dokumentierten Luftangriffe, der nahezu vollständigen Zerstörung der Innenstadt sowie der Nähe zu Gefechtszonen im Bereich der Rur- und Hürtgenfront können in Düren insbesondere folgende Konstellationen kampfmittelrelevant sein:
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Innenstadt- und Wiederaufbaugebiete,
die auf stark zerstörten Quartieren des historischen Stadtzentrums liegen.
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Bahn- und Verkehrsanlagen,
insbesondere der Bereich des Bahnhofs und älterer Trassen, die im Krieg als strategische Ziele galten.
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Industrie- und Gewerbeflächen,
etwa im Umfeld historischer Dürener Metall- und Maschinenbetriebe.
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Randbereiche mit Bezug zu Gefechts- und Artilleriezonen,
insbesondere in Richtung Hürtgenwald und Rurfront.
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Gelände mit umfangreichen Bodenumlagerungen,
etwa bei früheren Trümmerbeseitigungen oder Geländemodellierungen nach 1945.
Eine konkrete Bewertung, ob und in welchem Umfang Kampfmittelmaßnahmen erforderlich sind, erfolgt stets projektbezogen unter Berücksichtigung von Plänen, Nutzungsgeschichte und – sofern beauftragt – technischen Untersuchungen.
Historischer Hintergrund & Verdachtslage im Raum Düren
Düren wurde zwischen 1940 und 1944 mehrfach Ziel alliierter Luftangriffe. Der schwerste Angriff fand am 16. November 1944 statt: Innerhalb von nur rund 20 Minuten wurden mehrere tausend Tonnen Spreng- und Brandbomben abgeworfen, die Innenstadt nahezu vollständig zerstört und mehrere tausend Menschen getötet. Nur eine sehr geringe Zahl von Gebäuden blieb vergleichsweise gering beschädigt, große Teile der Stadt wurden zu Trümmerflächen.
Im Anschluss lag Düren im Hauptabschnitt des alliierten Truppenaufmarsches gegen die Rurfront; Artillerieeinsatz und Gefechtsaktivitäten im weiteren Umfeld verstärkten die potenzielle Belastung mit Kampfmitteln. Die vollständige Trümmerbeseitigung und der Wiederaufbau zogen sich über Jahre hin, sodass heutige Bauvorhaben häufig in Bereichen stattfinden, die mehrfach überformt wurden.
Vor diesem Hintergrund gilt Düren aus fachlicher Sicht als Stadt, in der bei tiefgreifenden Erdarbeiten eine sorgfältige Prüfung der Kampfmittelrelevanz geboten ist.
Warum FONTANA-EOD für Projekte in Düren?
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Erfahrung mit hochzerstörten Stadtstrukturen
Besondere Berücksichtigung von Wiederaufbau- und Trümmerzonen bei der Planung von Sondierungs- und Räummaßnahmen.
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Angepasste Verfahren für Bahn- und Industrieareale
Insbesondere im Bereich historischer Dürener Infrastruktur.
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Durchgängiger Projektprozess
Von der historischen Vorbewertung über Sondierung und Flächenräumung bis zur Bauaushubüberwachung und Bergung.
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Strukturiert aufbereitete Dokumentation
Berichte, Pläne und Protokolle, die sich in Planungs- und Genehmigungsprozesse integrieren lassen.
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Regionale Einsatzplanung
Abgestimmt auf Projekte in Düren, Jülich, dem Rurtal und dem angrenzenden Eifelraum.
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Sachliche Risikobewertung
Einschätzungen, die auf nachvollziehbaren historischen und technischen Grundlagen beruhen.
Kontakt – Kampfmittelbeseitigung in Düren anfragen
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Düren und Umland
Wenn Sie ein Bau- oder Infrastrukturvorhaben in Düren planen, unterstützen wir Sie bei der Beurteilung der Kampfmittelrelevanz und der Ausarbeitung eines geeigneten Maßnahmenkonzepts. Senden Sie uns Lageplan, Projektdaten und etwaige Vorunterlagen – wir melden uns mit einer ersten Einschätzung und einem Vorschlag für das weitere Vorgehen.
Rufen Sie uns an unter +49 170 3223239
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Wir sind rund um die Uhr erreichbar.
