Projektablauf – von der Anfrage bis zur dokumentierten Freigabe
Kampfmittelprojekte erfordern einen klar strukturierten Ablauf, damit Sicherheit, Termine und Kosten planbar bleiben. FONTANA-EOD arbeitet mit einem definierten Projektprozess: von der ersten Anfrage über Recherche und Sondierung bis hin zur Flächenräumung, Bauaushubüberwachung, Kampfmittelbergung und abschließenden Freigabedokumentation.
Auf dieser Seite zeigen wir, wie ein typischer Projektablauf in der Kampfmittelbeseitigung bei FONTANA-EOD strukturiert ist – unabhängig davon, ob es sich um ein Baugebiet, eine Trasse, eine Konversionsfläche oder ein einzelnes Bauvorhaben handelt.
Sicherheit: Risiken werden systematisch identifiziert, bewertet und durch passende Maßnahmen reduziert.
Planbarkeit: Projektphasen, Schnittstellen und Meilensteine sind klar definiert und können in Terminpläne integriert werden.
Nachvollziehbarkeit: Jeder Schritt ist dokumentiert – von der Erstanalyse bis zur Freigabedokumentation.
Kommunikation: Alle Beteiligten (Bauherren, Planer, Behörden, Bauunternehmen) wissen, in welchem Projektschritt sie sich befinden und welche Informationen benötigt werden.
Der folgende Ablauf ist ein Standardmodell, das je nach Projektgröße und Rahmenbedingungen angepasst werden kann.
Schritt 1: Anfrage und Erstinformation
Zu Beginn steht eine strukturierte Erstaufnahme:
▪ Lage und Größe des Projektgebiets
▪ geplante Nutzung und Eingriffstiefen (z. B. Erdarbeiten, Gründungen, Leitungsbau)
▪ bisherige Erkenntnisse (Altlastengutachten, frühere Funde, behördliche Hinweise)
▪ grober Zeitplan und kritische Termine (z. B. Baubeginn, Ausschreibungsfristen)
Auf dieser Basis bewertet FONTANA-EOD, ob und in welchem Umfang ein Kampfmittelrelevanz zu vermuten ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sind (z. B. historische Luftbildauswertung, direkte Sondierung, Kombination).
Schritt 2: Historische Luftbildauswertung & Verdachtsflächenanalyse
Ist von einer möglichen Kampfmittelbelastung auszugehen oder nicht ausgeschlossen, erfolgt eine historische Luftbildauswertung und Verdachtsflächenanalyse. Dabei werden u. a.:
▪ historische Luftbilder und Archivunterlagen ausgewertet,
▪ potenzielle Bombentreffer, Abwurfmuster und militärische Nutzungen identifiziert,
▪ Verdachtsflächen innerhalb des Projektgebiets abgegrenzt und beschrieben.
Ergebnis ist eine kartierte Verdachtsflächenanalyse, die zeigt, wo das Risiko erhöht ist und wo nach aktuellem Kenntnisstand nur ein geringes Restrisiko verbleibt.
Schritt 3: Räumziele, Räumumfang und Räumkonzept
Auf Grundlage der Verdachtsflächenanalyse und der Projektziele werden die Räumziele und der Räumumfang definiert:
▪ Welche Bereiche müssen bis zu welcher Tiefe betrachtet werden?
▪ Welche Verfahren (Oberflächensondierung, Tiefensondierung / Bohrlochsondierung, Flächenräumung, Bauaushubüberwachung) sind technisch sinnvoll?
▪ Wie wird der Projektablauf mit dem Bauablauf verzahnt?
FONTANA-EOD erstellt hieraus ein Räumkonzept, das beschreibt:
▪ welche Flächen in welchen Schritten bearbeitet werden,
▪ welche Verfahren zum Einsatz kommen,
▪ welche Nachweise und Freigabedokumente am Ende erwartet werden können.
Schritt 4: Technische Planung der Sondierung und Räumung
Im nächsten Schritt wird die operative Umsetzung vorbereitet:
▪ Festlegung von Messrastern für die Oberflächensondierung (z. B. Spurabstände, Messverfahren)
▪ Planung von Bohrpunkten und Bohrlochsondierungen für kritische Tiefenbereiche
▪ Definition von Räumabschnitten für Flächenräumung und Baufeldfreimachung
▪ Vorbereitung von Zufahrten, Materialflächen, Sicherheitsbereichen und ggf. Evakuierungsräumen
▪ Abstimmung mit Planern, Bauleitung und ausführenden Unternehmen
Ziel ist ein koordinierter Ablauf, bei dem sich Kampfmittelmaßnahmen und Bauarbeiten sinnvoll ergänzen, statt sich gegenseitig zu blockieren.
Schritt 6: Flächenräumung und Kampfmittelbergung
Wo Sondierung eine relevante Belastung vermuten lässt, folgt die Flächenräumung und – bei bestätigten Funden – die Kampfmittelbergung:
▪ systematisches Freilegen von Verdachtspunkten und Räumstreifen
▪ kontrollierte Räumung des Bodens in den definierten Tiefenbereichen
▪ Identifizierung, Sicherung und Bereitstellung von gefundenen Kampfmitteln
▪ geordnete Übergabe an den zuständigen öffentlichen Kampfmittelräumdienst oder andere zuständige Stellen
Die Räumarbeit erfolgt nach festgelegten Sicherheits- und Dokumentationsstandards, sodass Umfang und Qualität der Flächenräumung im Nachhinein nachvollziehbar bleiben.
Schritt 7: Bauaushubüberwachung (baubegleitende Kontrolle)
In Bereichen, in denen trotz Vorerkundung und Räummaßnahmen ein Restrisiko verbleibt oder die Sondierung technisch begrenzt war, wird eine Bauaushubüberwachung eingerichtet:
▪ Präsenz von Kampfmittelfachpersonal während kritischer Erdarbeiten
▪ laufende Kontrolle des Aushubs, der Baugrubensohle und der Randbereiche
▪ sofortige Bewertung von Auffälligkeiten und Verdachtspunkten
▪ Einleitung definierter Maßnahmen bei Verdachts- oder Fundlagen
So wird sichergestellt, dass unvorhergesehene Funde im laufenden Bauprozess fachgerecht erkannt und behandelt werden, ohne die Sicherheit zu gefährden.
Schritt 8: Auswertung, Freigabedokumentation und Nachweise
Alle Maßnahmen – Sondierung, Räumung, Bergung und Bauaushubüberwachung – münden in eine strukturierte Auswertung und Freigabedokumentation. Typische Inhalte sind u. a.:
▪ Übersicht der bearbeiteten Flächen und Abschnitte
▪ Sondier- und Räumraster, Mess- und Räumdaten in zusammengefasster Form
▪ Lagepläne mit Verdachts-, Fund- und Räumbereichen
▪ Angaben zu gefundenen und beseitigten Kampfmitteln
▪ Bewertung der verbleibenden Restrisiken im Rahmen des Auftrags
▪ Empfehlung zur Freigabe der bearbeiteten Bereiche für die geplante Nutzung
Diese Unterlagen dienen als Wissens- und Beweisgrundlage für weitere Projektphasen, Behördenabstimmungen und interne Dokumentation.
Schritt 9: Qualitätssicherung und Dokumentenablage
Parallel zum fachlichen Ablauf laufen Maßnahmen der Qualitäts- und Prozesssicherung:
▪ interne Plausibilitätsprüfungen von Mess-, Räum- und Dokumentationsergebnissen
▪ einheitliche Struktur von Berichten, Plänen und Datenübergaben
▪ geordnete Ablage und Archivierung der Projektunterlagen
FONTANA-EOD sorgt damit dafür, dass Ergebnisse nicht nur im Moment des Projekts, sondern auch bei späteren Erweiterungen, Nachfragen oder Prüfungen sauber und nachvollziehbar verfügbar sind.
Projektablauf und Bauablauf – aufeinander abgestimmt
Ein Kampfmittelprojekt findet nie im luftleeren Raum statt, sondern ist eng mit dem Bauablauf und der Gesamtplanung verknüpft.
Ein gut abgestimmter Projektablauf ermöglicht:
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Integration
Die Integration in Bauzeitenpläne (z. B. Sondierung vor Erdarbeiten, Flächenräumung vor Gründung, Aushubüberwachung in kritischen Phasen)
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Koordination
Die Koordination mit anderen Fachgewerken (Tiefbau, Leitungsbau, Spezialtiefbau)
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Frühzeitige Berücksichtigung
die frühzeitige Berücksichtigung von Sicherheits-, Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen
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Reale Kostensicherheit
Eine realistische Kostenschätzung und Budgetierung der Kampfmittelmaßnahmen
FONTANA-EOD entwickelt den Projektablauf immer mit Blick auf Ihr konkretes Vorhaben und stimmt die Schritte mit den Projektbeteiligten ab.
Ihre Vorteile durch einen klar definierten Projektablauf
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Transparenz:
Sie sehen auf einen Blick, welche Schritte bereits erfolgt sind und was als Nächstes ansteht.
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Planungssicherheit:
Kampfmittelthemen werden planbar, statt als unkalkulierbare Störung im Bauablauf aufzutauchen.
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Nachweisbarkeit:
Der Projektablauf spiegelt sich in der Dokumentation wider – wichtig für Behörden, Versicherer und interne Prüfungen.
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Effizienz:
Maßnahmen werden gezielt dort eingesetzt, wo sie erforderlich sind, und überflüssige Arbeitsschritte werden vermieden.
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Sicherheit:
Risiken werden nicht dem Zufall überlassen, sondern systematisch bearbeitet.
FAQ zum Projektablauf in der Kampfmittelbeseitigung
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Muss der gesamte Projektablauf immer vollständig durchlaufen werden?
Nicht zwingend. Umfang und Tiefe der einzelnen Schritte hängen von Projektgröße, Verdachtslage und behördlichen Vorgaben ab. In manchen Fällen reicht eine begrenzte Sondierung, in anderen ist die volle Kette von Luftbildauswertung bis zur Bauaushubüberwachung erforderlich.
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Wann sollte man mit der Planung des Kampfmittelprojekts beginnen?
Idealerweise so früh wie möglich, spätestens jedoch parallel zur Entwurfs- und Ausführungsplanung. Je früher Verdachtslagen erkannt werden, desto besser lassen sich Maßnahmen in Termin- und Kostenpläne integrieren.
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Wer koordiniert die Schnittstellen zu Behörden und Kampfmittelräumdiensten?
FONTANA-EOD kann – im Rahmen des Auftrags – die fachliche Zuarbeit und Vorbereitung leisten und die notwendige Kommunikation unterstützen. Die formale Verantwortung bleibt beim jeweiligen Auftraggeber bzw. den zuständigen Stellen.
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Was passiert, wenn sich im Projektverlauf neue Erkenntnisse ergeben?
Der Projektablauf ist bewusst flexibel angelegt. Neue Erkenntnisse (z. B. unerwartete Funde, neue Luftbilder, geänderte Bauplanung) werden in die laufende Bewertung und die weiteren Schritte integriert.
Kontakt – Ihren Projektablauf mit FONTANA-EOD strukturieren
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Sie planen ein Vorhaben in einem potenziell kampfmittelbelasteten Bereich oder möchten Ihren bestehenden Projektplan um einen klar definierten Kampfmittel-Projektablauf ergänzen?
FONTANA-EOD unterstützt Sie dabei, die notwendigen Schritte, Zuständigkeiten und Nachweise übersichtlich und umsetzbar zu strukturieren.
Senden Sie uns Projektdaten und Zeitplan – wir zeigen Ihnen, wie der Projektablauf für Ihr Vorhaben im Bereich Kampfmittelbeseitigung aussehen kann.
Rufen Sie uns an unter der Rufnummer der Zentrale:
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