Nordrhein-Westfalen
Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen (NRW)
Nordrhein-Westfalen zählt aufgrund seiner historischen Kriegsbelastung, der hohen Bevölkerungsdichte und der ausgeprägten Industrie- und Infrastrukturentwicklung zu den kampfmittelrelevantesten Regionen Deutschlands. Bau-, Erschließungs- und Infrastrukturprojekte erfordern hier regelmäßig eine fachgerechte Kampfmittelbewertung und -beseitigung.
FONTANA-EOD übernimmt die projektbezogene Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen – von der historischen Luftbildauswertung und Verdachtsflächenanalyse über Sondierungs- und Räumverfahren bis zur Bauaushubüberwachung und prüffähigen Freigabedokumentation.
Mit der Zweigniederlassung in Wesseling ist FONTANA-EOD in NRW regional präsent und betreut Projekte unter anderem im Raum Köln, entlang der Rheinschiene sowie im Ruhrgebiet – stets in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und unter Berücksichtigung der landesspezifischen Verwaltungs- und Zuständigkeitsstrukturen.
Nordrhein-Westfalen zählt zu den am stärksten mit Kampfmitteln belasteten Regionen Deutschlands. Ursache sind die flächendeckenden alliierten Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere im Ruhrgebiet, im Rheinland sowie entlang zentraler Verkehrs- und Industriestandorte. Kampfmittelbeseitigung in NRW umfasst daher die systematische Erkundung, Bewertung, Sicherung und Beseitigung von explosiven Altlasten im Erdreich, um Bau-, Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte rechtssicher umzusetzen. Maßgeblich sind historische Analysen, geophysikalische Sondierungsverfahren, qualifiziertes Fachpersonal sowie eine dokumentationsfähige Freigabe gegenüber Bauherren und Behörden.
Besondere Kampfmittelbelastung in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen nimmt im bundesweiten Vergleich eine besondere Stellung hinsichtlich der Kampfmittelbelastung ein. Ursache hierfür sind die hohe Bevölkerungsdichte, die ausgeprägte Industrie- und Infrastrukturentwicklung sowie die zentrale Rolle des Landes im alliierten Luftkrieg während des Zweiten Weltkriegs. Große Teile des heutigen Landesgebiets waren wiederholt Ziel umfangreicher Bombardierungen, deren Auswirkungen bis heute im Untergrund fortwirken.
Insbesondere das Rhein-Ruhr-Gebiet mit seinen historischen Industrie- und Verkehrszentren weist eine überdurchschnittliche Dichte an Kampfmittelverdachtsflächen auf. Städte entlang der Rheinschiene, des Ruhrgebiets sowie angrenzende Industrieareale waren aufgrund von Produktionsstätten, Bahnknotenpunkten, Häfen und Energieanlagen strategische Angriffsziele. Neben innerstädtischen Bereichen sind hiervon auch großflächige Gewerbe- und Konversionsflächen betroffen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Kampfmittelbelastung in Nordrhein-Westfalen liegt entlang historischer Verkehrsachsen. Bahntrassen, Brückenbauwerke, Hafenanlagen sowie überregionale Straßenverbindungen wurden gezielt angegriffen, um Logistik- und Versorgungsstrukturen zu unterbrechen. In diesen Bereichen ist auch heute noch mit nicht detonierten Kampfmitteln zu rechnen, insbesondere bei Eingriffen in tieferliegende Bodenschichten oder bei baulichen Maßnahmen entlang bestehender Trassen.
Die Kampfmittelbelastung in Nordrhein-Westfalen ist räumlich und strukturell stark heterogen ausgeprägt. Während in Ballungsräumen häufig großkalibrige Fliegerbomben anzutreffen sind, treten in Rand- und Nebenlagen vermehrt Munitionsreste, Sprengmittel oder sonstige militärische Altlasten auf. Eine pauschale Bewertung ist daher nicht zulässig. Erforderlich ist stets eine projektbezogene Analyse unter Berücksichtigung historischer, technischer und örtlicher Rahmenbedingungen.
Aus dieser besonderen historischen und strukturellen Ausgangslage ergeben sich in Nordrhein-Westfalen typische Verdachtssituationen, die bei Bau-, Infrastruktur- und Erschließungsprojekten regelmäßig berücksichtigt werden müssen.
Typische Verdachtssituationen in Nordrhein-Westfalen
Die kampfmittelrelevanten Konstellationen in Nordrhein-Westfalen sind vielfältig und ergeben sich aus der historischen Nutzung, der Kriegsbelastung sowie der heutigen baulichen und infrastrukturellen Struktur des Landes. Bestimmte Flächenarten und Nutzungskonstellationen weisen dabei erfahrungsgemäß ein erhöhtes Risiko für das Vorhandensein von Kampfmitteln auf und erfordern eine besonders sorgfältige Prüfung im Rahmen von Bau- und Erschließungsprojekten.
Zu den typischen Verdachtssituationen zählen insbesondere innerstädtische Bereiche, die während des Zweiten Weltkriegs stark zerstört wurden. In vielen Städten Nordrhein-Westfalens wurden große Teile der Bebauung wiederaufgebaut, ohne dass sämtliche Blindgänger und Munitionsreste vollständig beseitigt werden konnten. Gerade bei Tiefbaumaßnahmen, Nachverdichtungen oder Eingriffen unterhalb bestehender Bebauung treten hier regelmäßig Kampfmittelverdachtslagen auf.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in ehemaligen Industrie- und Stahlstandorten, insbesondere im Ruhrgebiet und entlang der Rheinschiene. Produktionsanlagen, Kokereien, Raffinerien und großflächige Industriekomplexe waren bevorzugte Angriffsziele und wurden teils mehrfach bombardiert. Auch nach Nutzungsänderungen oder Rückbau verbleiben Kampfmittelrisiken häufig im Untergrund, die bei Neu- oder Umbaumaßnahmen berücksichtigt werden müssen.
Besonders relevant sind zudem Bahn- und Straßenachsen sowie zugehörige Infrastruktur. Bahntrassen, Rangierbahnhöfe, Brückenbauwerke und wichtige Verkehrsknotenpunkte wurden gezielt angegriffen, um Transport- und Versorgungswege zu unterbrechen. In diesen Bereichen ist auch heute noch mit Blindgängern und Munitionsresten zu rechnen, insbesondere bei Erdarbeiten entlang historischer Trassenführungen.
Auch große Brückenbauwerke und infrastrukturelle Knotenpunkte stellen typische Verdachtsbereiche dar. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wurden sie während des Krieges intensiv bekämpft. Bei Sanierungs-, Ersatz- oder Erweiterungsmaßnahmen ist daher regelmäßig eine vertiefte Kampfmitteluntersuchung erforderlich.
Darüber hinaus sind ehemalige militärische Liegenschaften, Übungsplätze und Flugfelder in verschiedenen Teilen Nordrhein-Westfalens als potenzielle Verdachtsflächen zu betrachten. In diesen Bereichen können neben Blindgängern auch Munitionsreste, Sprengmittel oder sonstige militärische Altlasten auftreten, die sich aus Ausbildung, Lagerung oder Kampfhandlungen ergeben haben.
Je nach Lage, Nutzung und geplanter Maßnahme werden in Nordrhein-Westfalen Verdachtsflächenanalyse, Kampfmittelsondierung, Flächenräumung und Bauaushubüberwachung so kombiniert, dass sie den spezifischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Projekts gerecht werden. Insbesondere dichte Bebauung, hohe Verkehrsdichte und komplexe Infrastruktur erfordern eine angepasste Vorgehensweise, um Risiken beherrschbar zu machen und Projektabläufe nicht unnötig zu beeinträchtigen.
Kampfmittelbeseitigung in NRW – Leistungen im Überblick
Die Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen erfordert eine strukturierte und auf die jeweiligen Rahmenbedingungen abgestimmte Vorgehensweise. Unterschiedliche historische Belastungen, variierende Bodenverhältnisse sowie die hohe Dichte an Bebauung und Infrastruktur machen standardisierte Lösungen ungeeignet. Stattdessen ist eine Kombination mehrerer Verfahren erforderlich, die projektbezogen ausgewählt und fachlich aufeinander abgestimmt werden.
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Historische Luftbildauswertung und Verdachtsflächenanalyse
Die historische Luftbildauswertung bildet in vielen Projekten die Grundlage der Kampfmittelbewertung. Anhand alliierter Luftaufnahmen, Kartenmaterialien und weiterer historischer Quellen werden Hinweise auf Bombardierungen, Einschlagstellen oder militärische Nutzungen identifiziert. Die daraus abgeleitete Verdachtsflächenanalyse ermöglicht eine erste fachliche Einschätzung der Gefährdungslage und dient als Entscheidungsgrundlage für weiterführende Untersuchungen.
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Oberflächensondierung
Die Oberflächensondierung kommt insbesondere bei flächigen Projekten und in Bereichen mit geringeren Eingriffstiefen zum Einsatz. Mittels geophysikalischer Messverfahren werden metallische Anomalien im oberflächennahen Untergrund detektiert und ausgewertet. Dieses Verfahren eignet sich für Bauflächen, Verkehrsflächen sowie Konversionsareale und ermöglicht eine strukturierte Erfassung möglicher Kampfmittelverdachtsmomente.
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Tiefen- und Bohrlochsondierung
Bei tiefergehenden Bauvorhaben, etwa im Rahmen von Pfahlgründungen, Spundwänden oder komplexen Baugruben, ist eine Tiefen- oder Bohrlochsondierung erforderlich. Hierbei werden gezielt tieferliegende Bodenschichten untersucht, um Kampfmittel auch unterhalb der Reichweite oberflächennaher Verfahren sicher zu erfassen. Dieses Vorgehen ist insbesondere in innerstädtischen Lagen und bei infrastrukturell anspruchsvollen Projekten von zentraler Bedeutung.
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Flächenräumung
Die Flächenräumung dient der systematischen Baufeldfreimachung vor Beginn größerer Erdarbeiten. Identifizierte Kampfmittel oder Anomalien werden kontrolliert freigelegt, gesichert und für die weitere Behandlung vorbereitet. Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für nachfolgende Bauarbeiten zu schaffen und Risiken im Projektverlauf frühzeitig zu minimieren.
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Bauaushubüberwachung
In Bereichen mit verbleibendem Restrisiko erfolgt die Bauaushubüberwachung begleitend zu den Erdarbeiten. Fachkundiges Personal überwacht den Aushub kontinuierlich, bewertet Auffälligkeiten und greift bei Bedarf unmittelbar ein. Dieses Verfahren ist insbesondere in dicht bebauten Stadtlagen Nordrhein-Westfalens von Bedeutung, um Sicherheit und Baufortschritt miteinander in Einklang zu bringen.
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Kampfmittelbergung
Werden Kampfmittel identifiziert, erfolgt deren kontrollierte Bergung und Sicherung. Abhängig von Art, Zustand und Lage des Kampfmittels werden geeignete Maßnahmen zur Freilegung, Sicherung und Übergabe an die zuständigen Stellen getroffen. Die Bergung erfolgt stets unter Berücksichtigung der geltenden Sicherheitsvorschriften und unter fachlicher Verantwortung qualifizierter Personen.
Die dargestellten Leistungen bilden die Grundlage für eine fachgerechte Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen. Ihre konkrete Anwendung richtet sich nach Lage, Umfang und Zielsetzung des jeweiligen Projekts sowie nach den regionalen und administrativen Rahmenbedingungen innerhalb des Landes.
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Ballungsraum Köln und Rheinschiene
Der Großraum Köln zählt zu den kampfmittelrelevantesten Bereichen Nordrhein-Westfalens. Als bedeutendes Industrie-, Verkehrs- und Verwaltungszentrum war die Region während des Zweiten Weltkriegs wiederholt Ziel intensiver Bombardierungen. Neben der Kölner Innenstadt sind insbesondere die links- und rechtsrheinischen Stadtteile, ehemalige Industrieflächen, Hafenbereiche sowie großflächige Infrastrukturprojekte entlang der Rheinschiene betroffen. Kampfmittelbeseitigung im Raum Köln erfordert daher regelmäßig eine Kombination aus historischer Luftbildauswertung, Sondierungsverfahren und baubegleitender Überwachung.
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Ruhrgebiet – industrielle Verdichtungsräume
Das Ruhrgebiet stellt einen der komplexesten Einsatzräume innerhalb Nordrhein-Westfalens dar. Die hohe Dichte ehemaliger Industrie-, Stahl- und Energieanlagen, kombiniert mit einem engmaschigen Netz aus Bahntrassen, Straßen und Wasserwegen, führt zu einer besonders heterogenen Kampfmittelbelastung. In Städten wie Essen, Dortmund, Duisburg, Bochum oder Gelsenkirchen treffen großflächige Verdachtslagen auf innerstädtische Nachverdichtungsprojekte. Hier ist eine differenzierte Vorgehensweise erforderlich, die sowohl großflächige Räumkonzepte als auch punktuelle Sicherungsmaßnahmen berücksichtigt.
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Raum Aachen und westliches Grenzgebiet
Der Raum Aachen und das westliche Grenzgebiet Nordrhein-Westfalens weisen eine eigene kampfmittelhistorische Prägung auf. Neben Luftkriegseinwirkungen spielen hier auch militärische Bewegungen, Nachschubwege und Grenzlagen eine Rolle. In diesem Bereich treten häufig Munitionsreste, Sprengmittel und sonstige militärische Altlasten auf, insbesondere im Zusammenhang mit Infrastruktur-, Verkehrs- und Erschließungsprojekten. Eine sorgfältige Verdachtsflächenanalyse ist hier unerlässlich, um projektspezifische Risiken sachgerecht zu bewerten.
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Westfälischer Raum und Ostwestfalen-Lippe
Der westfälische Teil Nordrhein-Westfalens, einschließlich Ostwestfalen-Lippe, ist weniger dicht bebaut als die Rhein-Ruhr-Region, weist jedoch ebenfalls relevante Kampfmittelbelastungen auf. Diese ergeben sich insbesondere aus historischen Industrieansiedlungen, Verkehrsachsen sowie militärischen Nutzungen in Rand- und ländlichen Bereichen. In Regionen wie Bielefeld, Paderborn oder dem Umfeld größerer Verkehrstrassen ist eine projektbezogene Prüfung erforderlich, die sich nicht allein auf pauschale Verdachtsannahmen stützt.
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Münsterland und nordwestliche Regionen
Das Münsterland und die nordwestlichen Regionen Nordrhein-Westfalens sind überwiegend ländlich geprägt, dennoch keineswegs kampfmittelfrei. Ehemalige Flugplätze, militärische Einrichtungen, logistische Routen sowie punktuelle Bombardierungen führen auch hier zu relevanten Verdachtsflächen. Gerade bei großflächigen Erschließungs-, Infrastruktur- oder Energieprojekten ist eine frühzeitige Kampfmittelprüfung notwendig, um Risiken im weiteren Projektverlauf zu vermeiden.
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Regionale Differenzierung als fachlicher Maßstab
Die unterschiedlichen Belastungsprofile innerhalb Nordrhein-Westfalens machen deutlich, dass eine einheitliche Herangehensweise der Kampfmittelbeseitigung nicht zielführend ist. Maßgeblich ist stets die regionale und projektbezogene Einordnung unter Berücksichtigung historischer Nutzung, baulicher Struktur und geplanter Eingriffstiefe. Nur durch diese differenzierte Betrachtung lassen sich Kampfmittelrisiken sachgerecht einschätzen und geeignete Maßnahmen ableiten.
Einsatzgebiete in Nordrhein-Westfalen – Städte, Regionen und Schwerpunktbereiche
Nordrhein-Westfalen ist kein homogener Raum, sondern ein vielschichtiges Gefüge aus Ballungsräumen, industriell geprägten Regionen, historischen Verkehrsachsen sowie ländlich strukturierten Teilgebieten. Entsprechend unterschiedlich ausgeprägt sind die Kampfmittelbelastungen und die daraus resultierenden Anforderungen an die Kampfmittelbeseitigung. Eine fachgerechte Betrachtung erfordert daher eine regionale Differenzierung innerhalb des Landes, die sowohl historische als auch strukturelle Besonderheiten berücksichtigt. Maßgeblich ist dabei stets die konkrete Nutzungsgeschichte eines Standortes sowie die Art und Tiefe der geplanten baulichen Eingriffe. Nur auf dieser Grundlage lassen sich Risiken realistisch bewerten und geeignete Maßnahmen zur Kampfmittelsondierung und -räumung ableiten. Gleichzeitig sind behördliche Zuständigkeiten, regionale Vorgaben und infrastrukturelle Rahmenbedingungen in die Bewertung einzubeziehen. Diese Faktoren bestimmen maßgeblich, welche Verfahren technisch sinnvoll, rechtlich erforderlich und projektökonomisch vertretbar sind.
NRW – Verwaltungsstrukturen und Zuständigkeitslogik (Kurzüberblick)
Die Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen unterliegt einer klar strukturierten Verwaltungs- und Zuständigkeitsordnung. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen (KBD NRW) ist zentral organisiert und fachlich der Bezirksregierung Düsseldorf zugeordnet. Dort erfolgt die landesweite Koordinierung sowie die fachliche Aufsicht über kampfmittelrelevante Maßnahmen und Verfahren.
Innerhalb der Bezirksregierung Düsseldorf ist das Dezernat 22 zuständig, das die Aufgabenbereiche Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Kampfmittelbeseitigung bündelt. Dieses Dezernat übernimmt eine zentrale Rolle in der landesweiten Gefahrenabwehr und betreibt einen durchgehend erreichbaren Meldekopf, über den kampfmittelbezogene Sachverhalte, Lagen und Ereignisse erfasst, bewertet und koordiniert werden. Der organisatorische Sitz des Dezernats befindet sich am Standort Am Bonneshof 35, 40474 Düsseldorf.
Die praktische Umsetzung von Kampfmittelmaßnahmen erfolgt jedoch stets projektbezogen und in enger Abstimmung mit den jeweils zuständigen Bezirksregierungen, Kommunen und Fachbehörden. Abhängig von Lage, Art und Umfang eines Bau- oder Infrastrukturvorhabens sind regionale Verwaltungsstrukturen, örtliche Zuständigkeiten sowie spezifische behördliche Vorgaben zu berücksichtigen.
Für Bauherren, Planer und Projektverantwortliche bedeutet dies, dass die Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen sowohl einheitlichen landesweiten Rahmenbedingungen als auch regional differenzierten Verwaltungs- und Entscheidungsstrukturen unterliegt. Eine fachgerechte Projektabwicklung erfordert daher nicht nur die technische Bewertung von Kampfmittelrisiken, sondern auch eine sichere Einordnung in die jeweils maßgeblichen administrativen Abläufe und Zuständigkeiten.
Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen – Überblick und Einordnung
Die Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen erfordert aufgrund der historischen Kriegsbelastung, der hohen Bevölkerungsdichte und der komplexen Infrastruktur eine besonders differenzierte Herangehensweise. Sie umfasst die systematische Analyse historischer Quellen, geophysikalische Sondierungsverfahren, die Bewertung von Verdachtsflächen sowie die fachgerechte Sicherung und Beseitigung von Kampfmitteln.
Maßgeblich ist dabei stets die projektbezogene Betrachtung einzelner Standorte, da sich Art und Umfang der Kampfmittelbelastung regional erheblich unterscheiden. Ballungsräume, Industrieareale, Verkehrsachsen und Konversionsflächen stellen jeweils eigene Anforderungen an Planung und Durchführung.
Die Kampfmittelbeseitigung erfolgt innerhalb klar definierter administrativer Zuständigkeiten des Landes Nordrhein-Westfalen und wird in enger Abstimmung mit Behörden, Kommunen und Projektbeteiligten umgesetzt. Ziel ist es, Bau- und Infrastrukturvorhaben rechtssicher, planbar und ohne vermeidbare Risiken durchführen zu können.
Häufige Fragestellungen zur Kampfmittelbeseitigung in NRW
Wann ist eine Kampfmittelsondierung in Nordrhein-Westfalen erforderlich?
In Nordrhein-Westfalen ist eine Kampfmittelsondierung immer dann erforderlich, wenn aufgrund historischer Nutzung, Kriegseinwirkung oder Lage eines Grundstücks ein Kampfmittelverdacht besteht. Dies betrifft insbesondere Bauvorhaben in Ballungsräumen, ehemaligen Industrie- und Verkehrszonen sowie entlang historischer Infrastrukturachsen. Maßgeblich ist nicht allein die heutige Nutzung, sondern die frühere kriegsbedingte Belastung des Standortes.
Welche Rolle spielen Luftbildauswertung und Verdachtsflächenanalyse in NRW?
Die historische Luftbildauswertung ist in Nordrhein-Westfalen ein zentrales Instrument zur Beurteilung von Kampfmittelrisiken. Anhand alliierter Luftaufnahmen werden Bombardierungsschwerpunkte, Einschlagstellen und militärische Nutzungen identifiziert. Die daraus abgeleitete Verdachtsflächenanalyse bildet die Grundlage für die Auswahl geeigneter Sondierungs- und Räumverfahren.
Wer ist in Nordrhein-Westfalen für Kampfmittelbeseitigung zuständig?
Die fachliche Zuständigkeit liegt beim Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen, der organisatorisch der Bezirksregierung Düsseldorf zugeordnet ist. Die konkrete Umsetzung von Maßnahmen erfolgt projektbezogen in Abstimmung mit Bezirksregierungen, Kommunen und weiteren zuständigen Fachbehörden.
Wie wirkt sich die regionale Lage innerhalb NRWs auf die Kampfmittelbeseitigung aus?
Die Kampfmittelbelastung unterscheidet sich innerhalb Nordrhein-Westfalens erheblich. Ballungsräume wie Köln oder das Ruhrgebiet weisen andere Risikoprofile auf als ländliche Regionen oder Randlagen. Entsprechend müssen Verfahren, Prüftiefe und Maßnahmen an die jeweilige regionale Situation angepasst werden.
Kampfmittelbeseitigung in NRW – Einordnung der Städte und Leistungsbereiche
Die Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen ist nicht isoliert auf einzelne Städte oder Projekte zu betrachten, sondern folgt einer landesweiten fachlichen und organisatorischen Logik. Die hier dargestellten Städte- und Regionsseiten bilden jeweils spezifische Ausprägungen der Kampfmittelproblematik ab, sind jedoch stets in den übergeordneten Kontext der landesweiten Kampfmittelbewertung einzuordnen.
Ballungsräume wie Köln, das Ruhrgebiet oder die Rheinschiene weisen aufgrund ihrer historischen Industrie- und Verkehrsbedeutung besondere Belastungsprofile auf, während andere Regionen durch militärische Nutzung, Infrastrukturachsen oder ländliche Besonderheiten geprägt sind. Die auf dieser Seite verlinkten Stadt- und Regionsseiten vertiefen diese Unterschiede projektbezogen.
Ergänzend dazu greifen die dargestellten Leistungsbereiche – von der historischen Luftbildauswertung über Sondierungsverfahren bis hin zur Flächenräumung und Bauaushubüberwachung – jeweils spezifische technische und organisatorische Anforderungen auf. Ihre Anwendung erfolgt stets im Zusammenspiel mit der regionalen Einordnung und den administrativen Rahmenbedingungen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Warum FONTANA-EOD für die Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen?
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Fokus auf Ballungsräume und komplexe Stadtgebiete
Die Verfahren sind auf dichte Bebauung, enge Platzverhältnisse und anspruchsvolle Infrastruktur abgestimmt.
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Erfahrung in Industrie- und Infrastrukturprojekten
Projekte in ehemaligen Stahl- und Montanregionen sowie an Verkehrsachsen gehören zum regelmäßigen Einsatzspektrum.
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Abgestimmte Integration in Bau- und Projektabläufe
Maßnahmen werden so geplant, dass sie in Bauzeitenpläne und Logistikstrukturen der jeweiligen Großräume passen.
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Regionale Abdeckung von Rhein-Ruhr bis Ostwestfalen-Lippe
Projekte können in allen Landesteilen NRWs begleitet werden – von der Rhein-Schiene über das Ruhrgebiet bis in nord- und ostwestfälische Räume.
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Transparente, prüffähige Dokumentation
Ergebnisse werden in einer Form aufbereitet, die von Planern, Behörden und anderen Projektpartnern gut nachvollzogen und weiterverarbeitet werden kann.
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Verankerung in einem strukturierten Prozesssystem
Sondierung, Räumung, Aushubüberwachung und Bergung sind in einen definierten Projektablauf eingebettet, der Sicherheit und Planbarkeit erhöht.
Kontakt – Kampfmittelbeseitigung in Nordrhein-Westfalen anfragen
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