Oberflächensondierung – präzise, flächendeckende Erkundung von Kampfmittelverdachtsflächen
Die Oberflächensondierung ist der zentrale Baustein einer fachgerechten Kampfmittelbeseitigung und bildet die Grundlage für jede weiterführende Risikobewertung. Mit hochauflösender Geomagnetik, TDEM-Messverfahren und Georadar erfassen wir Störkörper und Anomalien zerstörungsfrei, großflächig und mit einer Genauigkeit, die den Anforderungen von Bauleitplanung, Erdarbeiten, Leitungsbau und komplexen Infrastrukturprojekten entspricht. Alle Messdaten werden GPS-gestützt aufgezeichnet, ausgewertet und in prüffähiger Dokumentationsform bereitgestellt.
Was ist eine Oberflächensondierung?
Bei der Oberflächensondierung werden oberflächennahe Bodenbereiche systematisch untersucht, um metallische oder magnetische Störkörper zu identifizieren, die auf mögliche Kampfmittel hinweisen können. Dieses Verfahren ist schnell, effizient und ermöglicht eine klare Aussage darüber, ob eine Fläche unauffällig ist oder ob weiterführende Tiefensondierungen bzw. Räummaßnahmen erforderlich sind.
Durch die Kombination von Geomagnetik, TDEM und optionalem Georadar werden magnetische und nichtmagnetische Objekte gleichermaßen erkannt, sodass auch komplexe Untergrundsituationen sicher bewertet werden können.
Unsere Verfahren im Überblick
Für die zuverlässige Identifizierung potenzieller Kampfmittelverdachtsbereiche setzen wir auf eine Kombination aus hochauflösenden, wissenschaftlich anerkannten Messverfahren. Durch die abgestimmte Nutzung von Geomagnetik, TDEM und Georadar erzielen wir eine flächendeckende Datenqualität, die es ermöglicht, auch komplexe Untergrundsituationen präzise zu bewerten und fundierte Entscheidungen für die weitere Vorgehensweise zu treffen.
Geomagnetik (Magnetometer-Messung)
Die Geomagnetik ist das zentrale Verfahren der Oberflächensondierung und ermöglicht die Identifizierung magnetischer Störkörper wie Bombensplitter, Granaten, Abwurfmunition oder metallische Fremdkörper.
Wir nutzen modernste Mehrkanal-Magnetometersysteme, die auch kleinste Feldstörungen erfassen.
Vorteile:
▪ große Flächenleistung pro Tag
▪ hohe Detailauflösung
▪ sehr gutes Verhältnis zwischen Aufwand und Aussagekraft
▪ ideal für Erschließungsflächen, Leitungsbau, Grünflächen, Industriebrachen und Trassen
Georadar (GPR – Ground Penetrating Radar)
Georadar wird bei besonderen Anforderungen eingesetzt, z. B. wenn die Untergrundstruktur oder Bodenbeschaffenheit zusätzliche Informationen erfordert. GPR erkennt Hohlräume, Einbauten, Bodenverfestigungen und nichtmetallische Objekte.
Vorteile:
▪ Erfassung nicht-metallischer Störkörper
▪ Erkennen von Bodenhomogenitäten und Erosionsschichten
▪ Ergänzende Tiefenaussagen möglich
TDEM – Time Domain Electromagnetics
Das TDEM-Verfahren ist besonders geeignet, um nicht-magnetische, leitfähige Objekte im Boden zu erkennen. Es ist eine ideale Ergänzung zur Geomagnetik, wenn mit Aluminumkörpern, Stahllosmunition oder komplexen Untergrundverhältnissen gerechnet wird.
Vorteile:
▪ Erkennen nicht-magnetischer Objekte
▪ Robust gegenüber Störungen
▪ Tieferes Eindringvermögen als reine Magnetik
▪ Präzise Klassifizierung leitfähiger Strukturen
Vorteile für Unternehmen, Bauherren, Ingenieurbüros & Kommunen
Planungssicherheit durch klare, belastbare Daten
Minimierung von Kostenrisiken durch frühzeitige Gefahrenerkennung
Vermeidung von Baustopps und Verzögerungen
Rechtssichere Entscheidungsgrundlagen durch vollständige Dokumentation
Effiziente Projektsteuerung durch klare Maßnahmenempfehlungen
Erfüllung aller behördlichen Anforderungen
Dokumentation – klar, vollständig, behördentauglich
Jede Oberflächensondierung endet mit einer strukturierten, nachvollziehbaren Dokumentation, bestehend aus:
Störkörperkarte / Anomalienkarte
Anomalienliste mit Klassifizierung
Messraster- und Linienplänen
GPS-Datenprotokollen
Auswertung mit Handlungsempfehlungen
Hinweisen zur weiteren Vorgehensweise und Freigabeoptionen
Warum FONTANA-EOD?
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Einsatz von modernsten Messverfahren
Unsere Messsysteme kombinieren hochauflösende Sensorik mit GPS-gestützter Datenerfassung, um selbst komplexe Untergrundsituationen eindeutig und reproduzierbar bewerten zu können.
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Hochqualifizierte, § 20 SprengG-befähigte Einsatzleitungen
Jede Maßnahme wird von erfahrenen, sprengstoffrechtlich befähigten Fachkräften geleitet, die alle sicherheitsrelevanten Entscheidungen fachkundig und verantwortungsvoll treffen.
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Vollständige Dokumentation bis zur Freigabebescheinigung
Alle Arbeitsschritte werden transparent aufgezeichnet und in prüffähigen Berichten zusammengeführt, die den Anforderungen von Behörden, Bauleitungen und Gutachtern entsprechen.
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Schnelle Reaktionszeiten bundesweit
Durch unsere strategischen Standorte und 24/7-Bereitschaft sind wir jederzeit in der Lage, kurzfristig auf Projekte oder akute Einsatzsituationen zu reagieren.
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Normkonformes Arbeiten nach DGUV-I 201-027 und BGI 833
Unsere Abläufe folgen streng etablierten Sicherheits- und Arbeitsrichtlinien, sodass jede Maßnahme den geltenden technischen und organisatorischen Standards entspricht.
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Klare, risikoorientierte Empfehlungen für Bauverantwortliche
Unsere Auswertungen liefern belastbare Handlungsgrundlagen, die Risiken klar einordnen und präzise Maßnahmen für den weiteren Projektverlauf ermöglichen.
